Darf ich vorstellen: Mimi

Heute ging es mal wieder auf die Waage und ans Maßband und was soll ich sagen: das verflixte Wiegeding zeigte mir 700g mehr an! Freund Maßband war gnädiger und zeigte zumindest unveränderte Werte an, aber die 700g haben mich doch sehr geschockt, vor allem, weil ich am Dienstag doch heimlich auf die Waage geschlichen war und sie mir 400g weniger angezeigt hatte.

Rational gesehen weiß ich, dass das eine Kombination aus einem Pizzabrötchen-Ausrutscher vom Vorabend, zu laschen Aufpassen auf das was ich esse und Wassereinlagerung durch die salzige Salami auf den Pizzabrötchen ist. Rational. Der Rest von mir schreit, zetert, will sich auf den Boden werfen und alles Hinschmeißen, weil, wenn ich mit der ganzen Abnehmerei Kontrolle sowieso zunehme, dann kann ich auch gleich wieder zu Snickers, Big Mäc und Konsorten en masse greifen, oder?

Dieser Rest von mir hat mittlerweile einen eigenen Namen bekommen. Darf ich vorstellen: Mimi (wie in Mimimimi). Mimi ist diejenige, die mir sagt, dass ich doch nicht Laufen gehen sollte, weil es ja ohnehin bald regnet, die mich davon abhält endlich mal die Kurse im Fitnessstudio zu besuchen, weil mich untrainierten Knubbel sowieso alle nur komisch angucken werden und Mimi macht mich darauf aufmerksam, dass die Nutella bald abläuft und man dringend das GANZE VERDAMMTE GLAS essen sollte!

Mimi ist ein blödes Stück, aber Mimi gehört leider dazu. Und Mimi wird auch nie ganz verschwinden. Das ist okay. Ich habe nur in den letzten fünfzehn Jahren zu lange und zu oft auf Mimi gehört. Im Moment brüllt sie mir auch ins Ohr, dass genau das passiert ist, was während meiner erfolglosen Abnehmversuche bisher immer passiert ist: ich nehme bis zu diesem Punkt  (circa. 3-4Kilo) ab und ab da geht es sofort wieder rauf. Deswegen sollte ich es gar nicht erst weiter versuchen, weil es sowieso immer wieder so ausgehen wird. Und ich gebe zu, Mimi klingt gerade wahnsinnig überzeugend, weil es soviel einfacher ist aufzugeben und mich einem Frustfressgelage mit meinen alten Freunden Ben und Jerry hinzugeben. Vielleicht kommt Joey’s dann auch noch vorbei.

Aber diesmal nicht. Ich bin wütend auf Mimi, wütend auf mich selbst und deshalb muss Energie raus und nicht rein. Jetzt wird nicht gegessen, jetzt wird trainiert. Und ich glaube, das ist der perfekte Moment, um endlich auf die Fünf-Kilo Hanteln umzusteigen. Nimm das Mimi!

Habt ein tolles Wochenende, ihr Lieben!

Hej, ich habe da mal was ausprobiert!

Als Sport- und Ernährungs Neuling taste ich mich gerade an viele Dinge ran und probiere Neues aus. Da kommen dann auch Erkenntnisse bei mir an, die für andere wahrscheinlich schon ein ewig alter Hut sind. Beispiel gefällig? Könnt ihr haben: Muskeln helfen beim Abnehmen. Muskeln brauchen dafür aber Eiweiß/Protein.

Ich habe mich ja schon länger gefragt, wofür die Mädels auf den ganzen Blogs und auf Instagram sogenanntes Whey essen, bis mir endlich mal die Schuppen von den Augen gefallen sind: Die nehmen damit (im weitesten Sinne ;)) ab! Da ich mit meiner Ernährung aber immer noch experimentiere und leider nicht alles esse (dazu im nächsten Eintrag mehr), musste ich erst einmal herausfinden, wie ich möglichst viel Protein in meine Ernährung bekomme. Klappt auf natürlichem Wege wegen meiner Essgewohnheiten, Magen und der Kalorienzählerei leider nicht so einfach, also bin ich in die nächste Drogerie gedackelt und habe mir dort Proteinpulver und Eiweißriegel gekauft. Einfach mal, um es auszuprobieren.

Das Ergebnis war leider nicht so überragend: Das Pulver als Milchshake war geschmacklich genießbar, dafür aber extrem dick und der Gedanke, dass das meine Mahlzeit nach dem Sport ersetzen sollte war alles andere als verlockend. Satt würde das sicher machen aber lecker sieht anders aus.
Die Riegel waren allerdings eine Katastrophe. Die Konsistenz erinnerte mich stark an Fensterkit (bei jedem Bissen wurde es mehr im Mund) und der Geschmack war einfach nur fies.

Aber die Idee, einfach einen Proteinshake nach dem Sport zu trinken und satt zu sein hatte mich dann gepackt. Also habe ich mich mal auf Instagram und Online umgesehen – es ist ja nicht so, dass es da draußen nicht genug Anbieter für Proteinkram geben würde 😉 Ich blieb schließlich bei Hej Nutrition hängen. Mir gefiel das Design (jap, das ist mein Kryptonit – schönes Design zieht mich an wie die Motte das Licht ;)) und vor allem die Tatsache, dass sie für ihre Proteinprodukte mit mit lokalen Bauern zusammen arbeiten. Die Idee mit den regionalen Produkten und dem ‚cleanen‘ Essen versuche ich ja immer noch durchzuziehen (trotz Proteinshakes ;)).

Ich habe Hej angeschrieben und sie waren so lieb mir ein paar Proben zu schicken, damit ich das Sortiment mal testen kann.IMG_1185

Dabei waren ein paar Portionen des Performance Whey im Geschmack Vanillionaire (Vanille) und drei Proteinriegel Chocolate and Almonds (und eine nette Grußkarte – also rein vom Service her war ich schon einmal positiv gestimmt ;))

Nach dem nächsten Krafttraining haben der Göttergatte und ich uns einen Shake genehmigt und ich muss zugeben, ich war sehr überrascht! Der Göttergatte beschrieb das ungefähr so: „Wow, das schmeckt wie geschmolzenes Vanilleeis!“ Der Shake war nicht so dick, wie bei meinem ersten Shake Versuch und ich muss zugeben, der Geschmack hat mich wirklich überzeugt. Das war lecker, das kann ich durchaus öfter trinken. 🙂

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Als nächstes war der Riegel dran. Den gab es am nächsten Tag als Snack.IMG_1192

Optisch und vom Geruch her war ich hier auch positiv überrascht. Man sieht auch deutlich die Mandelstücke und die Marmorierung ist wirklich hübsch. Von der Konsistenz und Geschmack her war ich dann aber schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Der Riegel war zwar nicht so zäh wie der Erste, dennoch war er recht schwer zu kauen. Auch der Geschmack war sehr viel milder als der Geruch vermuten ließ. Dem Göttergatten schmeckte er ganz gut (der Shake hatte ihn aber definitiv mehr überzeugt), meins war er leider nicht. Proteinriegel und ich werden wohl keine Freunde mehr.

Ich denke aber, dass ich in Sachen Whey/Proteinshake bei Hej bleibe. Bisher bieten sie es in zwei Geschmackssorten an, Vanille und Schokolade, und ich werde mir davon die größere Packung bestellen. Dann werden die Muskeln brav gefüttert 😉

Bis dann, ihr Lieben!

Bitte, liebe Motivation, verlaß mich nicht!

Das letzte Wiegen hat eine Zunahme von 100g angezeigt, allerdings zeigt die Waage gerne einmal im Monat ein bisschen mehr an 😉
Ich denke aber, dass die 100g bis zum nächsten Wiegen auch wieder weg sind (wie ihr wasser-bindender Auslöser auch ;)) Allerdings schleift meine Motivation nach drei Wochen doch etwas am Boden. Das liegt aktuell am Arbeitsstress, der mich ziemlich fordert. Früher hieß Arbeitsstress bei mir: Am besten Essen kommen lassen, bis spät in die Nacht am Projekt arbeiten, dabei viel snacken und naschen (Schokolade, und die bitte haufenweise war da mein bevorzugtes Opfer), und sich so wenig weit vom PC entfernen wie möglich.

Klingt jetzt alles nicht so gesund? Stimmt, war es auch nicht. Mein Problem ist, dass ich neben der eigentlichen Arbeit jetzt auch noch ständig darüber nachgrüble, wie ich meine übliche Naschsucht beim Arbeiten ablenken oder in den Griff bekommen kann (Tipps, anyone?) und dann einfach nicht mehr die Motivation habe, rauszugehen und zu Laufen. Wobei ich genau weiß, dass Laufen gegen Streß hilft, aber mir macht der Gedanke Laufen zu gehen, Streß … Ihr seht, die Katze beißt sich hier in den Schwanz.

Was macht man also dagegen? Ich versuche es mit zwei Methoden: 1. Anderer Sport, 2. Wunschliste.

  1. Anderer Sport: Wenn ich Laufen gehe, verliere ich damit Zeit. Es geht mir danach zwar gut, aber ich bin ein sehr untrainierter Mensch mit einer Menge Übergewicht. Ich brauche für eine Strecke von 3 Kilometern manchmal bis zu 40 Minuten. Hinzu kommt das Dehnen nach dem Laufen, Duschen und dann bin ich erst einmal platt. Es wird zwar langsam besser, aber auf diese Weise verliere ich einfach mindestens zwei Stunden. Um dennoch auf mein Sportpensum zu kommen trainiere ich mit meinem Mann an Hanteln und mache Übungen mit dem Eigengewicht. Mir macht das auch viel Spaß (und ich gucke dem trainierten Göttergatten gerne bei den Liegestützen zu 😉 ), es formt Muskeln (hilft beim Fettverbrennen) aber ich brauche dafür viel weniger Zeit! Also: Sport gemacht in viel kürzerer Zeit 😉
  2. Wunschliste: Im Blog von Jule, Realität mit Sahne, bin ich auf ihr Belohnungssystem gestoßen. Für jedes erreichte Ziel – verlorenes Kilo oder gesunkener Fettanteil/Kleidergröße – gibt es eine eigene Belohnung, die sie vorher festgelegt. Ein, wie ich finde, großartiges System und ich bastle schon fleissig an meiner eigenen List 😉

Mal schauen ob die Methoden mir helfen, meine Stressphase durchzustehen und dabei nicht doch wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Ihr Lieben, ich wünsche euch eine tolle Restwoche 😀

Abnehmerei und Zombies

Die letzte Woche ging es abnehmtechnisch etwas drunter und drüber – die meiste Zeit klappte es mit dem ‚cleanen‘ Essen ganz gut, aber ein Kuchendate und die Abschlussfeier einer sehr lieben Freundin haben mich doch sündigen lassen. Die Waage war aber gnädig und zeigte mir heute -700g an. Ich wiege mich immer einmal die Woche, messe dabei aber auch meinen Taillen- und Hüftumfang. Da hat sich leider nichts bewegt. Obwohl ich über ein Pfund verloren habe, war ich ein bisschen enttäuscht, denn um den Kuchen und die Feier auszubalancieren war ich viel spazieren und auch Laufen. Ich bin mir jetzt auch nicht sicher, ob das heißt, die 700g waren nur Wasser und nichts davon Fett. :/ Weiß da eventuell jemand etwas genaueres zu?

Zum Thema Laufen möchte ich aber noch kurz auf mein ‚Programm‘ (haha, wenn man das so nennen kann) eingehen. Ich habe das hier im Blog ja schon einmal angesprochen: Ich laufe/walke/hopple mit einer App namens ‚Zombies Run 5k‘. Die App soll einen binnen acht Wochen fit für einen fünf Kilometer Lauf machen. Was nicht unbedingt realistisch ist (das hat mir eine Freundin, die mittlerweile ihren ersten Halbmarathon absolviert hat, bestätigt – sie hat für ihre ersten 5k am Stück ein halbes Jahr gebraucht), aber die Trainingseinheiten sind wirklich für jeden machbar.

‚Zombies 5k‘ ist eine Art interaktives Hörspiel. Man ist Läufer Nummer 5/Runner 5 in einer Welt, die von Zombies bevölkert ist. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in gesicherte kleine Städte zurückgezogen. In dieser Stadt, Abel, sind die Läufer dafür zuständig, Verpflegung und andere Dinge, die in Abel benötigt werden, außerhalb der Stadtmauern zu besorgen. Damit man dabei nicht von Zombies gefressen muss man – genau – schnell sein. Und darauf wird man mit diversen Trainingseinheiten (3x pro Woche) trainiert.

Mir persönlich gefällt diese Kombination aus Hörspiel, Training und eigener Musik Playlist sehr. Die ersten Einheiten sind einfach genug, dass sie auch eine absolute Couchpotato bewältigen kann und man kann sein eigenes Tempo ausloten. Ich kann sie wirklich nur jedem ans Herz legen!

Und wie lief die Woche bei euch so? Habt ihr große oder kleine Erfolge zu feiern? 🙂

Bis zur nächsten Woche, ihr Lieben 🙂

Die Sache mit dem Abnehmen

Eins vorweg: Ich will keine Diskussion in Sachen Bodyshaming/Fatshaming o.ä. lostreten. Ich für meinen Teil glaube, dass jeder mit seinem Körper glücklich werden kann, wenn er/sie nur will. Und damit meine ich nicht, dass man seinen Körper in eine Form zwängen soll, die einem selbst gar nicht gefällt – es gibt dicke, dünne, kleine, große, Körper, Körper mit Gliedmassen zu wenig oder zuviel, mit vielen Haaren und ganz ohne Haare… So viele Körper, jeder wunderbar auf seine Weise. Und wenn jemand mit seinem Körper glücklich ist, hat niemand das Recht, etwas anderes zu sagen.

Was mich aber an den springenden Punkt bringt (also, in meiner persönlichen Situation mit meinem Körper ;)): Ich bin nicht glücklich mit meinem Körper. Nicht, weil ich denke, dass ich schlank viel besser aussehen würde. Oder weil ich endlich auch mal in eine XS passen will.

Ich bin nicht glücklich, weil ich merke, dass mein Körper leidet. Früher (also vor laaaanger langer Zeit *hust*) wog ich weniger und trieb regelmässig Sport (Taekwondo). Ich ging auch viel tanzen und mein Körpergefühl war gut ausgeprägt, auch wenn mein Kopf das nie so wirklich verstanden hat. Nachdem ich sehr viel zugenommen habe (ich wiege ca. 40kg zuviel) ist mir erst das Körpergefühl verloren gegangen und seit einiger Zeit auch meine Gesundheit. Ich habe Probleme mit dem Rücken, manchmal auch mit den Knien. Ich kann mich nicht so bewegen, wie ich es möchte. Eine ganze Weile habe ich meinen Körper dafür gehasst, weil er mich einschränkte und mich nicht das tun ließ, was ich eigentlich machen wollte. Was ich dabei aber völlig ignoriert habe: meinem Körper geht es mit dem Übergewicht und meinem Lebensstil schon lange nicht mehr gut und diese Einschränkungen und Schmerzen sind der einzige Weg, auf dem er mir das mitteilen konnte.

Meinem Körper möchte ich das nicht mehr antun und genau das ist der Grund, warum ich mich entschlossen habe abzunehmen. Das wird in erster Linie über die Ernährung geschehen. Sport möchte ich auch gerne machen und habe seit einiger Zeit das Laufen für mich entdeckt, aber das ist tatsächlich eher eine Spaß Sache. Bei der Abnahme geht es mir in erster Linie um die Ernährung.

Ich habe mich da schon durch viele Konzepte gelesen (Low Carb, vegan, vegetarisch, Paleo – es ist ja nicht so, als gäbe es da nicht einen bunten Strauß an Möglichkeiten ;)) und bin bei Clean Eating hängen geblieben. Das Konzept von „Natürlich und back to the roots“ hat mich gleich angesprochen. Ich habe es für mich aber um die Faktoren „Produkte aus regionalem Anbau“ und „Ohne Superfoods“erweitert. Das „Regional“, weil ich einfach denke, es hilft Mensch und mir, wenn mein Essen nicht vom anderen Ende der Welt kommen muss und der Verzicht auf Superfoods gründet darin, dass ich meine Ernährung so einfach wie möglich halten will. In meinen Augen widerspricht sich Clean Eating, wenn man nur essen soll, was Oma schon kannte, gleichzeitig aber Gojibeeren ins Müsli mischen soll. Es gibt zu jedem Superfood ein heimisches Equivalent, dass einem die gleichen Nährstoffen bietet (wenn auch nicht unbedingt immer in der gleichen Konzentration). Mir reicht Leinsamen, es muss kein Chia sein. (Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung!)

Bisher läuft das ganz gut, ich habe schon ein paar Pfunde verloren. Wie das sonst so aussieht – ich halte euch auf dem Laufenden 😉

Habt eine schöne Woche, ihr Lieben!