Die Sache mit dem Abnehmen

Eins vorweg: Ich will keine Diskussion in Sachen Bodyshaming/Fatshaming o.ä. lostreten. Ich für meinen Teil glaube, dass jeder mit seinem Körper glücklich werden kann, wenn er/sie nur will. Und damit meine ich nicht, dass man seinen Körper in eine Form zwängen soll, die einem selbst gar nicht gefällt – es gibt dicke, dünne, kleine, große, Körper, Körper mit Gliedmassen zu wenig oder zuviel, mit vielen Haaren und ganz ohne Haare… So viele Körper, jeder wunderbar auf seine Weise. Und wenn jemand mit seinem Körper glücklich ist, hat niemand das Recht, etwas anderes zu sagen.

Was mich aber an den springenden Punkt bringt (also, in meiner persönlichen Situation mit meinem Körper ;)): Ich bin nicht glücklich mit meinem Körper. Nicht, weil ich denke, dass ich schlank viel besser aussehen würde. Oder weil ich endlich auch mal in eine XS passen will.

Ich bin nicht glücklich, weil ich merke, dass mein Körper leidet. Früher (also vor laaaanger langer Zeit *hust*) wog ich weniger und trieb regelmässig Sport (Taekwondo). Ich ging auch viel tanzen und mein Körpergefühl war gut ausgeprägt, auch wenn mein Kopf das nie so wirklich verstanden hat. Nachdem ich sehr viel zugenommen habe (ich wiege ca. 40kg zuviel) ist mir erst das Körpergefühl verloren gegangen und seit einiger Zeit auch meine Gesundheit. Ich habe Probleme mit dem Rücken, manchmal auch mit den Knien. Ich kann mich nicht so bewegen, wie ich es möchte. Eine ganze Weile habe ich meinen Körper dafür gehasst, weil er mich einschränkte und mich nicht das tun ließ, was ich eigentlich machen wollte. Was ich dabei aber völlig ignoriert habe: meinem Körper geht es mit dem Übergewicht und meinem Lebensstil schon lange nicht mehr gut und diese Einschränkungen und Schmerzen sind der einzige Weg, auf dem er mir das mitteilen konnte.

Meinem Körper möchte ich das nicht mehr antun und genau das ist der Grund, warum ich mich entschlossen habe abzunehmen. Das wird in erster Linie über die Ernährung geschehen. Sport möchte ich auch gerne machen und habe seit einiger Zeit das Laufen für mich entdeckt, aber das ist tatsächlich eher eine Spaß Sache. Bei der Abnahme geht es mir in erster Linie um die Ernährung.

Ich habe mich da schon durch viele Konzepte gelesen (Low Carb, vegan, vegetarisch, Paleo – es ist ja nicht so, als gäbe es da nicht einen bunten Strauß an Möglichkeiten ;)) und bin bei Clean Eating hängen geblieben. Das Konzept von „Natürlich und back to the roots“ hat mich gleich angesprochen. Ich habe es für mich aber um die Faktoren „Produkte aus regionalem Anbau“ und „Ohne Superfoods“erweitert. Das „Regional“, weil ich einfach denke, es hilft Mensch und mir, wenn mein Essen nicht vom anderen Ende der Welt kommen muss und der Verzicht auf Superfoods gründet darin, dass ich meine Ernährung so einfach wie möglich halten will. In meinen Augen widerspricht sich Clean Eating, wenn man nur essen soll, was Oma schon kannte, gleichzeitig aber Gojibeeren ins Müsli mischen soll. Es gibt zu jedem Superfood ein heimisches Equivalent, dass einem die gleichen Nährstoffen bietet (wenn auch nicht unbedingt immer in der gleichen Konzentration). Mir reicht Leinsamen, es muss kein Chia sein. (Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung!)

Bisher läuft das ganz gut, ich habe schon ein paar Pfunde verloren. Wie das sonst so aussieht – ich halte euch auf dem Laufenden 😉

Habt eine schöne Woche, ihr Lieben!

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